Bildung schafft Chancen - SPD will Familien stärken und bessere Bildung für alle

Unter diesem Motto hatte die Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AFB) im SPD-Unterbezirk Braunschweig zu einer öffentlichen Diskussion mit Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und weiteren an Bildung interessierte Gruppen eingeladen. Frauke Heiligenstadt, Mitglied des Niedersächsischen Landtags und Bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion machte deutlich:" Bildung kostet. Keine Bildung kostet mehr." Dabei stellte sie heraus, dass die SPD-Landtagsfraktion etliche Initiativen in den Landtag eingebracht habe, zur Ausweitung der frühkindlichen Förderung, Klassenbildung und -größe, längerer Lernzeit bis zum Abitur, Gründung von Gesamtschulen oder auch zur Sozialarbeit an allen Schulen. Heiligenstadt betonte, dass individuelle Förderung und leistungsbezogene Forderung eines jeden Schülers, einer jeden Schülerin von Anfang an erforderlich ist, um zu einem qualifizierten Schulabschluss zu kommen. Dabei zeigen integrative Systeme, wie gemeinsames Lernen mit Unterschieden und durch Individualisierung gut gelingen kann.

Noch immer entscheidet die soziale Herkunft über den weiteren Bildungsweg. Auch grenzt Armut in etlichen Familien die Kinder aus bei der Teilhabe an Bildungsangeboten oder auch beim warmen Mittagessen. Jedes Kind braucht ein kostenloses Mittagessen, so die Meinung einiger Diskussionsteilnehmer. Deutlich beklagt wurde auch, dass Ganztagsplätze fehlen.

Im Mittelpunkt der engagierten Diskussion standen Fragen nach der Qualität von Schule und Unterricht. Was gehört zur guten Schule? Deutlich sprachen sich etliche Teilnehmer dafür aus, dass in die Schule nicht nur Lehrkräfte, sondern auch weitere Professionen, wie Schulpsychologen und auch Sozialarbeiterinnen gehören. " Nicht nur die Hauptschulen, sondern jede Schule soll Sozialarbeit erhalten," so die eindeutige Aussage von Frauke Heiligenstadt, " und wir brauchen echte Ganztagsschulen". Der SPD-Antrag sieh t dabei eine schrittweise Umsetzung mit konkreten Finanzierungsvorschlägen vor. Auch bei den rückläufigen Schülerzahlen mit drohenden Schulschließungen muss die Diskussion in Richtung Qualitätssteigerung durch Zusammenschluss von Schulen gehen, plädiert Heiligenstadt. Vor Ort sollten die Betroffenen mit der Kommunalpolitik Maßnahmen zur Zusammenarbeit mehrerer Schulen planen, die durch echte Anreize zur Qualitätssteigerung unterstützt werden.

Sehr kritisch betrachtet wurden in der Veranstaltung die Privatisierungstendenzen von Bildungsleistungen. Die staatliche Verantwortung für die Schulen muss erhalten bleiben, denn sonst wird Ungleichheit noch befördert, stellten viele besorgt fest.

 

Die SPD wird weiterkämpfen für eine gute Schule: Diskussionsforen der SPD-Landtagsfraktion oder auch Projekte zu "Bildung und Familie" des SPD-Bezirks Braunschweig sind in Vorbereitung. "Bildung schafft Chancen und ist der Schlüssel zur Gesellschaft und zum selbstbestimmten und erfüllten Leben", stellt Annegret Ihbe, AFB-Unterbezirksvorsitzende, fest. "Alle Kinder und Jugendlichen müssen ihre Entwicklungspotenziale chancengleich entfalten können."